Wikirating: Internet-Nutzer bewerten nun selbst
Dies geschieht durch die häufige Vergabe von Bestnoten an amerikanische Unternehmen und die häufige Abwertung europäischer Länder und Unternehmen. Ein Problem hierbei ist auch, dass die Ratingagenturen von den Unternehmen und Ländern bezahlt werden, die sie beurteilen sollen, was zu einem Gewissenskonflikt führt. Zurzeit wird über die Erstellung einer europäischen Ratingagentur nachgedacht, welche aber laut Experten auf die selben Probleme stoßen würde, wie die chinesische “Dagong Global Credit”.
Daraufhin entwickelte ein 37-jähriger Österreicher, der Texte für die freie Enzyklopädie Wikipedia verfasst, die Idee von Wikirating. Sie basiert auf dem Konzept von Wikipedia und überträgt dieses auf die Tätigkeiten von Ratingagenturen. Hierbei kann jeder Internetnutzer eine Stimme zur Bewertung eines Landes oder Unternehmens abgeben. Die Skala reicht von “AAA” bis “D”, genau wie bei den großen Ratingagenturen. Bei der Bewertung sollen die User, ähnlich wie bei Wikipedia, Quellen angeben.
Quelle: Spiegel
Seit Jahren besteht im Bereich der Ratingagenturen des Problem, dass das Oligopol der großen amerikanischen Ratingagenturen zu weit geht. Die drei großen Ratingagenturen sind Fitch, Moody`s und Standard & Poor`s. Allesamt Unternehmen, welche in Amerika ansässig sind. Die Bewertungsmethoden stoßen bei vielen Experten auf Unverständnis. Die Beurteilungen sind nicht transparent und wirken sich häufig positiv auf die amerikanische Wirtschaft aus.